Auf den Stoneman Miriquidi sind wir unglaublich stolz.

Christian kennt viele Finisher-Geschichten. Die, von seinen eigenen Stoneman-Befahrungen und die Erlebnisse derjenigen, die freudestrahlend bei ihm ihre Trophäe überreicht bekamen.

Sachsen Tourismus, Dresden, Mountainbike, Sächsische Schweiz, Sax Tracks, Elstra

MTB-Roadtrip

Tag 5 & 6

Im Prijut12, dem urigen Pub und offiziellen Anlaufpunkt des Stoneman Miriquidi, schenkt Christian Kuntze nicht nur Finisher-Bierchen aus. Er überreicht Trophäen, gratuliert den Helden, knipst Erinnerungsfotos und diskutiert ihre eindrucksvolle Erlebnisse.

Christian, du bist Barmann und Stoneman-Experte gleichermaßen?

Klar, schau: Meine Stoneman-Trophäe zieren gleich mehrere Steine. Das sind meine Stoneman-Steine aus dem Erzgebirge. Und auch steinerne Andenken aus den Dolomiten und aus dem Salzburger Land sind Teil meiner Sammlung. Also wenn ihr Fragen habt, helfe ich gerne weiter.

Wo liegen denn die Wurzeln des Stoneman Miriquidi?

2012 war Roland Stauder, Vater des Stoneman, auf der Suche nach neuen Partnerregionen in Deutschland. Schon einige Jahre zuvor schilderte er seine Hausrunde in den Dolomiten aus. Er lud Mountainbike-Fans ein, mit ihm die wundervolle Natur auf zwei Rädern zu erleben. Lutz Heinrich lotste Roland damals zusammen mit dem Tourismusverband ins Erzgebirge. Ein großartiger Einsatz, der sich gelohnt hat. Heute bringt der Stoneman etwa 6.000 Biker pro Saison aus allen Teilen Deutschlands und Europas zu uns ins Erzgebirge.

Was macht den Stoneman Miriquidi so besonders?

Zum einen gibt es den Stoneman mehrfach in Europa, aber nur einmal in Deutschland. Der Stoneman Miriquidi ist das exklusive deutsche Bike-Abenteuer. Darauf sind wir unglaublich stolz! Auf der anderen Seite verläuft der Stoneman Miriquidi grenzüberschreitend. Du erlebst sowohl die erzgebirgische als auch die tschechische Kultur hautnah. Last but not least ist es die Gastfreundschaft, die alle Finisher begeistert.

Jeder spürt, dass die Menschen hier mit viel Engagement und ehrlicher Herzlichkeit bei der Sache sind.

Es kann ja schon etwas befremdlich sein, wenn tausende Mountainbiker pro Saison in die Region kommen. Wie wurde der Stoneman Miriquidi hier angenommen?

Die Mountainbiker werden hier mit offenen Armen empfangen. Zum einen sitzen wir selbst regelmäßig auf dem Bike und wissen einfach, worauf es ankommt und was dem Bike-Gast wichtig ist. Darüber hinaus wissen wir hier, wie intensiv sich viele der Stoneman-Starter auf ihr Stoneman-Abenteuer vorbereiten. Da muss auf der Gastgeberseite alles klappen. Jeder, nicht nur die Stonemänner und -frauen spüren, dass die Menschen hier mit viel Engagement und ehrlicher Herzlichkeit bei der Sache sind. Bei Rittersgrün hat eine Familie zum Beispiel ihren privaten Garten geöffnet und als liebevoll eingerichteten Stoneman-Rastplatz umfunktioniert – mit Kühlschrank für Erfrischungsgetränke und einer Kasse des Vertrauens.

Wer fährt denn eigentlich den Stoneman?

Der Stoneman ist kein Event im klassischen Sinne und erst recht kein Rennen. Hier geht es nicht nach der Stoppuhr. Hier ist jeder sein eigener Maßstab. Das Starterfeld ist breit gefächert: Ob Stonemen, Stonewomen oder auch Stonekids, vom trainierten Mountainbike-Crack bis zur Familie über drei Generationen. Jeder, der fahren will, sucht sich den für ihn passenden Termin innerhalb der Saison und teilt sie nach seiner Kondition und Geschwindigkeit auf. Wer die Strecke an einem Tag bezwingt, kann die Stoneman-Trophäe in Gold sein Eigen nennen. Teilt man die 162 km in zwei Etappen auf, bekommt man die Silber-Trophäe, für drei Tagesetappen den Trophäenstein in Bronze.
Ich kann es nur jedem empfehlen: Hol Dir Deinen Stein. Der Stoneman Miriquidi ist ein echtes Highlight für jeden leidenschaftlichen Mountainbiker.

Das Interview mit Christian Kuntze gehört zu Tag 5 & 6 des MTB-Roadtrips durch Sachsen.
Hier geht's zur ganzen Geschichte und allen Infos über den Stoneman Miriquidi .